Detailansicht 2012

2011
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Wenn man von Kals nach 20-minütiger Gondelfahrt die Adler Lounge auf 2621 Meter Höhe erreicht, erschließt sich einem auf der großen Sonnenterrasse ein Panorama, welches das Prädikat atemberaubend verdient. Auch die imposante Architektur der Räume – Restaurant, Zirbenstube mit Kachelofen, Lounge mit Bar – beeindruckt durch eine Großzügigkeit, welche nicht im Entferntesten an biedere Bergstations-Klischees mit Almhüttencharakter erinnert. Das kulinarische Angebot ist ein Mix aus traditionellen Hüttengerichten und gehobener Küche. Angesichts der exponierten Lage und der gebotenen Qualität überrascht das günstige Preisniveau. Die Tom-Kha-Gai-Suppe kam geschmacklich dem thailändischen Original recht nahe, hier gartenfrische Zutaten wie Zitronenblätter und Thai-Koriander zu erwarten, wäre wohl etwas frivol. Der kross gebratene Kabeljau in Lauchbutter erwies sich als exakt gegart und geschmacklich exzellent. Die Beilage, ein Gemüse-Erdäpfel-Gröstl, war elegant und relativierte sehr stark die Qualität üblicher Gröstl-Gerichte. Auch das folgende Rib-Eye-Steak präsentierte sich saftig, butterweich und geschmacksintensiv, das Fleisch offensichtlich von bester Herkunft. Die Adler Lounge bietet sich auch als besonderes Ambiente für Veranstaltungen aller Art an. Zudem werden jeden Monat Themen-Events organisiert wie z. B. „Country Fashion goes Großglockner“ oder „Walk of Taste“.

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Adler Lounge

Die Lage der sehr abwechslungsreich gestalteten Adler Lounge auf über 2500 Metern Seehöhe garantiert einen atemberaubenden Blick auf den Glockner und einen gesunden Appetit für jeden, der sich entschließt, den kulinarischen Gipfelsturm von Matrei aus zu Fuß anzutreten. Pächter Walter Hartweger, Koch und Hüttenwirt in Personalunion, ist engagiert und bemüht, seinen Gästen – die eine Palette von „hip“ bis „urig“ umfassen – ein Erlebnis zu bieten, das der beeindruckenden Kulisse gerecht wird. Ganz hundertprozentig klappte es diesmal aber nicht. Denn während die cremige Almkäsesuppe mit ihren intensiven Aromen gewissermaßen ein Heimspiel hatte, fiel das Carpaccio vom Rind eigentlich nur durch seine Wässrigkeit auf. Etwas lieblos war auch der Zwiebelrostbraten, der schon leicht unterkühlt zu Tisch kam, hier konnte wenigstens die Fleischqualität überzeugen. Allein für den hausgemachten Apfelstrudel zum Abschluss hätte sich der Aufstieg dann aber schon bezahlt gemacht, ein wahr gewordener Mehlspeisentraum, der Einsatz der eher geschmacksneutralen Vanillesauce hätte allerdings sparsamer ausfallen können. Der Service empfahl sich schließlich mit einer Kompetenz, Freundlichkeit und Schnelligkeit, wie man sie sich öfter wünschen würde.

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