Detailansicht 2012

2011
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Das Onyx ist das Fine-Dining-Restaurant der traditionsreichen Budapester Konditorei Gerbeaud auf dem Vörösmarty-Platz. Das kleine Lokal besticht durch ein neo-barockes Interieur, das von Zoltán Varró, einem namhaften ungarischen Designer, entworfen wurde. Die Küche wird von Szabina Szulló und Tamás Széll geführt, zwei bereits mehrfach prämierte Köche. Ihr Ziel: das Onyx international ganz nach oben zu führen. Sie sind auf einem guten Weg. Ein kulinarisches Erlebnis bieten sie mit dem „Ungarischen Evolutionsmenü“. Gaumenfreuden bereiten die Gänseleber- und Beef-Selektion. Raffiniert werden bei der in Sesam getunkten Leber auf Quittengelee oder der Leber auf Traubenjus leicht süße, pikant-säuerliche und zartbittere Geschmackselemente kombiniert. Ähnlich eindrucksvoll gelingt dies auch bei dem auf dem Punkt zubereiteten Tenderloin mit Süßkartoffelpüree und dem in Rotwein geschmorten Rindswangerl. Bemerkenswert ist, dass viele ungarische Spitzenweine auch glasweise erhältlich sind. Der Service ist kompetent und mehrsprachig. Die Preise angemessen. Lediglich der einheitlich verrechnete Servicezuschlag von 15 Prozent erscheint überzogen.

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Onyx Katalin Pintér, Zoltán Hamvas

Lange Tradition machte das Gerbeaud-Haus mit der weltberühmten Konditorei am Vörösmarty-Platz, im Herzen der Budapester Fußgängerzone, bekannt. Aber die Inhaber haben schon länger erkannt, dass es an der Zeit ist – neben dem Kaffeehaus mit seinen unvergleichlichen Kuchen und der Bierstube – einen Schwergewichtskämpfer in den gastronomischen Ring zu schicken. Dazu verpflichteten sie sogar zwei der erfolgreichsten und ambitioniertesten jungen Köche des Landes, die sich die Arbeit im Onyx demokratisch teilen. Die 150 Jahre lange Tradition hat hier nichts zu suchen, es geht um modernste Küchentechnik und Kreativität am Herd von Szabina Szulló und Tamás Széll. Und das Ergebnis lässt sich sehen, das Onyx ist eines der besten Restaurants der Stadt und bot bei unserem Besuch ausschließlich positive Überraschungen. Schon die Brotauswahl war beeindruckend, viele interessante Sorten, alles hausgemacht. Ziegenkäse im Teigtascherl, ein auch optisch gelungener Einstieg. Die nächste Komposition war geschmacklich eine richtige Sensation: Das Schaufelstück vom Rind, mit einer hauchdünnen Scheibe von marinierter Gänseleber überdeckt – so intensiv, fast betörend. Das „XXI. Jahrhundert Somlói“ ist die modernisierte Version eines ungarischen Klassikers, eines der Vorzeigedesserts des Kochpaares.

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