Detailansicht 2012

2011
12

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Diese Casa ist ein historischer, mit Liebe ausgebauter und zur Trattoria-Pizzeria umgestalteter historischer Stall. Sehenswert ist die ebenerdig untergebrachte, gut sortierte Vinothek – sie zeigt am deutlichsten, mit wie viel Elan man hier zur Sache geht. Die Küche ist vom nahen Italien geprägt, von der Bufala-Mozzarella über Pastagerichte und Minestrone bis zu Goldbrasse und Branzino, für Fleischtiger werden diverse Steaks angeboten. Fische und Fleisch sind korrekt gegart oder gebraten, die Salate mit Gefühl mariniert, die Pasta ist al dente gekocht, und die Desserts sind hausgemacht. Die Casa Barbara ist unter den vielen Pizzerie-Trattorie Kärntens eine besonders gute, und auch das offene Weinangebot schlägt die Konkurrenz um Längen.

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Casa Barbara

Bei der Inflation an Pizzerien, italienischen Restaurants und Bars ist die Möglichkeit, an den Falschen zu geraten, relativ groß. Umso angenehmer, wenn ein „falscher“ Italiener die „echten“ mit der Qualität der kleinen Dinge an die Wand spielt. In der Casa Barbara geschieht dies gleich in mehreren Punkten: angefangen beim selbst gebackenen Brot mit perfekter Kruste über die gehobene Auswahl an Pizzen (auch vegetarische Varianten; und es herrscht generelles Schinkenblock-Verbot), die knusprig gebratenen Erdäpfel, die an verschwiegene Lieblingsadressen im westlichen Friaul erinnern, über sanft marinierte Salate bis zu butterweichen, zart gegrillten Calamari. Auch bei Pasta- und Fleischgerichten konzentriert sich die Küche mit überzeugendem Ergebnis auf das Wesentliche. Die Desserts entsprechen dem durchschnittlichen Trattoria-Angebot von Tiramisu bis Profiteroles, deren Schokosauce allerdings streng an ein Fertigprodukt erinnerte. Da könnte etwas mehr Ehrgeiz nicht schaden. Hervorragend bestückt, auch mit ausgesuchten Österreichern, ist der Weinkeller.

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