Die Alte Mühle etwas außerhalb von Schwarzenberg ist ein romantisches Häuschen am Waldrand. Egal ob im Winter in der gemütlichen, behaglichen Atmosphäre der Wohnzimmerstube am Kachelofen oder im Sommer im kleinen Garten am Bach – hier fühlt man sich wohl. Das hausgebeizte Lachsfilet mit Räucherforellenmousse, Wasabischaum und Forellenkaviar war leicht und fein, der Bärlauchcappuccino von präzisem Geschmack. Vorzüglich in jeder Hinsicht kam auch der Tafelspitz mit Schnittlauchsauce, Apfelkren, Marktgemüse und Rösti auf den Tisch. Die feine Handschrift der Köchin wurde auch bei der Saltimbocca, den kleinen Kalbssteaks mit Prosciutto und Salbei auf Gemüserisotto deutlich. Weißer und grüner Spargel mit dreierlei Saucen (Hollandaise, Zitronenbutter, Bärlauchhollandaise) wurde mit Prosciutto und Petersilerdäpfeln zur geschmacklich erfreulichen Angelegenheit. Auch die rosa gebratene, butterweiche Kalbsleber „Berliner Art“ mit Erdäpfelpüree ist durchaus einen Umweg wert. Das viergängige Menü mit glasweiser Weinempfehlung wird ab zwei Personen serviert, die Weinkarte bräuchte eine Überarbeitung, auch bei den Jahrgängen. Edle Brände von Vorarlberger Spitzenbrennern komplettieren das flüssige Sortiment.
Alte Mühle Marietta Wild
Das um 1746 erbaute Gebäude war schon Schmiede, Säge, Bäckerei und Stickerei. Wahrzeichen ist ein altes Mühlrad an der hinteren Hauswand. Das außerhalb des Ortes am Waldrand gelegene Landgasthaus mit seinem Naturgarten und den sechs Tischen in der Gaststube verfügt zweifellos über Charme. Drei Generationen sorgen hier fürs Wohlfühlen: Im Service kümmert sich Marietta Wild einfühlsam um die Gäste, neuen Schwung in die Küche bringt Dominik Wild, der mit seiner Oma Heide Ludwigs liebevoll leichte, regionale und saisonale Gerichte einfallsreich zu fairen Preisen zubereitet. Ausgezeichnet gelangen das Sülzle vom Tafelspitz mit sehr gut harmonierender Zwiebelvinaigrette sowie die hausgemachten Steinpilzravioli in Rosmarinbutter. Die echte Rindsuppe mit delikaten Schöberln und flaumigen Grießnockerln war exakt gewürzt, das gelbe Paprika-Ingwer-Schaumsüppchen stellte eine gekonnte Kombination dar. Bestens die Kalbfleisch-Qualität beim Saltimbocca mit Prosciutto und Salbei auf köstlichem Spargel-Morchel-Risotto, saftig die Schweinsmedaillons mit Rahm-Eierschwammerln und Servietten-Knödel. Vom großen Können des Enkel-Oma-Gespanns in der Küche zeugten auch die Desserts: Herrlich leichte Joghurtnockerln auf Honig-Ingwer-Erdbeeren und ein erfrischend geeister Cappuccino mit wohlschmeckender weißer Schokolademousse.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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