Detailansicht 2012

2011
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Nicht Maria Callas ist Namenspatronin dieses großstädtisch-modern gestalteten, kleinen Restaurants, sondern die stolze Calla(-Blume). Man kann zwar auch nur auf einen Drink in den mit großzügigen Blumenarrangements dekorierten Raum vorbeikommen. Doch angesichts des Küchen-Know-hows von Chef Markus Nötzel entginge einem dann das Wesentliche. Der Schwerpunkt liegt auf Bella Italia, die Zubereitung der – aus der zugegeben sehr kleinen Speisekarte – Gerichte sorgt fast durchgehend für Begeisterung. Als (nicht ganz billige) Tagesempfehlung starteten wir mit einer äußerst delikaten Artischocken-Kalbsbries-Kombination, gefolgt von einer Hummerschaumsuppe mit Dörrzwetschkentatar – eine der besten des Jahres. Stets gibt es eine Auswahl feiner Risotti, ob z. B. pur mit Kräutern oder more sophisticated mit gehobelter Gänseleber und schwarzem Kirschgelee, immer ein Genuss. Einzig der Heilbutt – von im Übrigen hinreißender Qualität – mit Sepianudeln und winzigem Meeralgen-Rhabarber-Salat kam nicht nur auf dem warmen Salzstein angerichtet, sondern leider auch ziemlich versalzen. Zum Abschluss kann man aus fruchtig-cremigen Desserts im Glas oder kleinen, petits-fours-artigen, „Cal(l)las(s)sons“ genannten Köstlichkeiten aus der Vitrine wählen.

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cal(l)las Dorothée Renninger

Ein schickes Innenstadt-Restaurant, gut gestylt, mit viel Atmosphäre – das Cal(l)las. Im Sommer kann man auch an einigen Tischen vor dem Restaurant sitzen, nach dem Büro einen Cocktail nehmen und sich überlegen, ob man nicht doch einen Blick in die kleine Speisekarte werfen soll. Was die Küche bei unserem Besuch vorschlug, klang leicht und dem heißen Wetter entsprechend, entpuppte sich aber leider am Teller als etwas zu gewichtig. Zucchini & Blüte und Zuckermelone & Hummer hätten beide geschmacksintensiver ausfallen können, der Zander mit Eierschwammerln war von einer geschmacklich passenden Kräutersauce überzogen, die allerdings den Fisch übertönte. Das Lamm mit Taboulé und Paprikacreme schmeckte gut, geriet aber etwas üppig. Die Desserts waren dafür besonders nett arrangiert. Eine sehr kleine Weinkarte macht das Ganze komplett. Übrigens kann man im Cal(l)las auch Blumen bestellen und einige Spezialitäten einkaufen.

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