Mitten in Innsbrucks neu gestalteter Prachtstraße kann sich die Stadt über eine genussvolle Bereicherung freuen. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich „Das Schindler“ zum neuen Innsbrucker In-Lokal ein gemütliches Restaurant mit angrenzendem Barbereich. In den grauen, leicht antiquarisch angehauchten Ledernischen ist die Hektik des Alltags schnell vergessen. Klassisch und doch modern interpretiert ist nicht nur das Interieur, sondern auch die Küche: österreichische Gerichte, mit ein wenig Weltoffenheit verfeinert. Als Vorspeise genossen wir das österreichische Premium Tatar mit Wachtelspiegelei, Kräutersalat und Toast. Das war so hervorragend, dass wir uns entschlossen, zur spontanen Feier des Tages eine Flasche Sassicaia zu genießen. Als Hauptspeise wurde uns ein Wiener Schnitzel vom Kalb sowie eine geschmorte Kalbswange mit Polenta serviert, beide Speisen geschmacklich wunderbar. Wir dachten schon, eine Steigerung wäre nicht mehr möglich, wurden aber eines Besseren belehrt: Zum krönenden Abschluss gab es nämlich eine gegrillte Brioche mit Erdbeer-Kardamom-Kompott und hausgemachtem Frischkäseeis. Wenn man in Innsbruck derzeit Positives über das Schindler erzählt – es stimmt.
Das Schindler Bernhard Gruber
Das Schindler ist Teil des Tyrol-Shoppingkomplexes und in modernem, coolem Design ausgestattet. Über einen separaten Eingang kommt man in den ersten Stock. Große Fenster bieten hier einen schönen Blick auf die Häuser der prachtvollen Maria-Theresien-Straße, das gemütliche Restaurant mit angrenzendem Barbereich lädt zum Verweilen ein. Gekocht wird österreichische Küche, modern interpretiert. Die reichhaltige Speisekarte bietet Mittags- und Abendmenüs, die Bouillon vom Almochs mit Grießnockerln schmeckte kräftig und gut. Danach kam ein erfrischender Waldorfsalat, Äpfel, Sellerie und Walnüsse, mit knusprigen Sellerie-Chips und Gelee von Trockenbeerenauslese, sehr dekorativ angerichtet und erfreulich interpretiert. Es folgte ein Kalbsrückensteak vom heimischen Milchkalb mit gegrillter Erdäpfelroulade, Pastinaken und jungen Karotten. Sehr gute Fleischqualität, perfekt gebraten, die Sauce mit Portweinschalotten steuerte kräftigere Aromen bei. Das Dessert – eine Variation von hausgemachtem Karamelleis, Karamellparfait, Gianduia-Schokolade und Karamellobers – war nicht so überzeugend, sehr süß, der Geschmack von allen Komponenten ziemlich indifferent. Auf der Weinkarte findet sich eine gute Auswahl von österreichischen, aber auch internationalen Weinen. Das Servicepersonal ist freundlich und charmant.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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