HeimArt
Georg Gossi, früher im Taubenkobel, hat sich einen kleinen Traum erfüllt: das eigene Lokal. Es liegt in einer kulinarisch bisher eher unterversorgten Gegend und sollte kein Problem haben, Gäste anzuziehen. Denn Gossi kann kochen. Gescheit, dass er sich auf eine kleine Auswahl beschränkt. Einleuchtende Kombinationen, Produkte aus der Region, gefällig arrangierte Teller. Hie und da ein Saucenstrich à la Eselböck. Gekonnt. Wir schauen mittags vorbei und entdecken, was es auf diesem Niveau selten gibt. Täglich wechselnde Mittagsmenüs um € 6,90 in bemerkenswerter Qualität. Interessanter natürlich das Angebot auf der Karte. Das Saiblingstatar mit Schwarzbrotchip, Sellerie, Lauch und Kernöl hat genau, was man sich in dieser Region erwartet: Erdverbundenheit und Pfiff. Ganz toll die Eierschwammerlcreme mit pochiertem Loipersdorfer Bauernei, nicht weniger gut ein gebratener Huchen mit Welschriesling, Gnocchi und knusprigen Grammeln. Schön und erfrischend die Tagliatelle mit Flusskrebsen und Zitronenminze, ein herrlicher Gang Bauch und Wangerl vom Schwein mit Erdäpfelpüree und knuspriger Blunz'n. Dann eine Crème brûlée – Herr Gossi, ein diszipliniert aussehender junger Herr mit schelmischem Lächeln, er hat etwas gelernt bei Eselböcks.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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