Detailansicht 2013

2012
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2012.


Ein Ehepaar, sie Künstlerin, er Arzt, ein hochdekorierter Koch, der lange in Stuttgart ein eigenes Restaurant betrieb, und ein Grundstück fernab aller gastro-ökonomischer Vernunft bilden die Basis dieses Ensembles aus einer anderen Welt. Doch genau an solch einem entlegenen Ort bieten diese drei Individualisten an, was sie für gut halten. Die Gesundheits-Komponente ihrer Mission findet man sicher detailreich in diversen Wellness-Führern aufbereitet, die gastronomische sorgt für ein verrückt gestaltetes, vegetarisches Restaurant im hintersten Winkel des südlichsten Südburgenlandes. Dass sich Friedrich Gutscher, der Koch, in diese Ecke der Welt verliebte, darf nun als Glücksfall für die Region gewertet werden, denn er kocht hier eine vegetarische Linie, die selbst passionierten Tierliebhabern wie uns große Freude bereitet. Bei unserem Besuch wurden wir mit einer herrlich aromatischen Gurkenkaltschale begrüßt, der ein kleines Spargelwunderwerk, gebaut aus gebratenem Wildspargel, grüner Spargelmousse, Estragon, Dille, Löffelkraut und einigen weiteren Kräuterfreuden folgte. Gebratener Reis kam mit einer ausgewiesen geschmacksintensiven Koriandersorte, Karfiol, Karotte, Paprika und erneut einigen stimmigen Kräutern zu Tisch. Als Abschluss unseres Mittagessens freuten wir uns über ein gelungenes Topfensoufflé mit Erdbeer-Rhabarber-Kompott. Lobend erwähnen wollen wir auch noch die im Menüpreis inkludierte Getränkebegleitung, bestehend aus deutschem Riesling Kabinett von der Mosel, hausgemachtem Jasmintee und gereiftem Süßwein aus dem Seewinkel – in genau dieser Reihenfolge. Der Weinkeller dieses Hauses ist ohnehin vom Start weg legendär: Unter anderem stehen deutsche Rieslinge zurück bis zum Jahrgang 1893 auf der Karte.

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An Alapanka ma

Küchenmeister Friedrich Gutscher, in Wien geboren, war lange Zeit in Deutschland tätig. Die Erfahrungen, die er dort gemacht hat, setzt er nun im Südburgenland um, wobei er besonders auf die Qualität der Produkte Wert legt. Am offenen Kamin sitzend, mit einem Glas Champagner in der Hand und mit Blick auf die modernen Kunstwerke, die das Haus schmücken, begann unser Besuch höchst entspannt. Bei Tisch wurde uns dann zunächst ein frisch zubereitetes Sushi mit Avocados inklusive einer Schale grünen Tee serviert. Ein Gläschen Riesling aus Franken begleitete den lockeren Spinatflan auf Portweinsauce. Die Kräuterravioli mit Spitzmorcheln freuten sich hingegen über einen fruchtigen Burgunder, der das feine Aroma der Pilze bestens zur Geltung brachte. Bevor wir den Espresso wieder vor dem lodernden Feuer genossen, zeigte der Küchenchef noch mit einem flaumigen Nusssoufflé, dass er auch die süße Abteilung bestens beherrscht. Beim An Alapanka Ma handelt es sich übrigens um ein vegetarisches Restaurant, was man nicht unbedingt bemerkt, weil einem hier zum Genuss konkret gar nichts fehlt.

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