Wassermann-Wirt Anton Wassermann
Ein rustikaler Ausflugsgasthof mit Platz für ganz schön viele Gäste, trotzdem fühlt man sich nicht wie in einem Massenbetrieb. Dafür sorgt nebst der reschen Bedienung eine gutbürgerliche Küche mit auffälliger Liebe zum Detail. Vielleicht geriet die Rahmcreme zum Hirschcarpaccio mit Käse und Balsamico dann doch ein wenig üppig, vielleicht waren die Milzschnitten in der Suppe ein wenig derb. Aber das zart gebratene Stück vom Weizer Berglamm mit cremiger weißer Polenta und wunderbar fruchtiger Ratatouille war richtig toll, und die glacierte Hirschleber mit Apfelscheiben und Erdäpfelgratin genau auf dem Punkt, innen fast cremig, sehr schön klassisch aromatisiert. Es gab Desserts wie eine fluffige Erdbeerterrine mit Mandelbisquit oder die unvermeidliche Panna cotta (hier mit frischen Beeren und Zimteis) und geradlinige Weinempfehlungen, auf die man sich gut verlassen kann.
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