Rizibizi
Von der Restaurantvilla auf einem Hügel hinter dem Hotelkomplex Bernardin hat man einen herrlichen Blick über die Bucht von Portoroz. Akustisch wird das Sitzen auf der Terrasse von fleißigen Zikaden umrahmt, die den Sound des Südens intonieren. Das Essen startet regionstypisch mit vorzüglichem Olivenöl von Korenika & Moskon, das mit hausgemachtem, saftigem Olivenbrot getunkt wird. Als Gruß schickte die Küche würziges Brodetto (Fischeintopf) mit mürben Calamari, das Carpaccio vom Wolfsbarsch war eher grob geschnitten, sensibel mariniert und auf (zu) viel Salat angerichtet. Wunderbar harmonisch die Karotten-Orangen-Suppe, fein cremig und mit zarten Scampi angereichert die Kichererbsencreme. Das Rizibizi, dem das Lokal ja seinen Namen verdankt, wird eher kernig und weniger sämig zubereitet, es wurde mit Scampi und Kürbissauce kombiniert. Großartig die Fuzi mit Wildspargel, so gut wird man diese hausgemachten dickeren Nudeln selten finden. Dass der Koch mit Fisch und Fleisch versiert umgeht, bewiesen die perfekt zarte Tagliata vom Rind und das auf den Punkt gegarte Wolfsbarschfilet auf milder Kürbissauce. Top auch das Dessert, ein nicht zu süßes Mandelparfait. Der Weinberatung des umsichtigen Obers darf man sich anvertrauen, er hat viele feine Tropfen aus der Region im Keller.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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