Maxim Andrej Kuhar
In den Katakomben der slowenischen Kulturmaschine Cankar Center findet man Maximarket, Garage, Schnellimbiss, Boutiquen und – diese Oase inmitten von Beton. Ein unauffälliges Entree, dahinter das gediegen möblierte Lokal mit großzügigen runden Tischen. Im Innenhof blenden blühende Bäumchen, Blumen und ein Springbrunnen die graue Umgebung weg. Das Gedeck kommt mit Aperitif und Karte, auf dass man in Ruhe schmökere: Gehobene Küche zu gehobenen Preisen. Das Menü trug der Ober mit viel Begeisterung vor, der man sich gerne anschloss: erfrischender Salat von grünem und weißem Spargel mit schwarzem Trüffel; gebratene Jakobsmuschel auf Steinpilzrisotto. Dazu – weit mehr als bloßes Dekor – gebratener Petersil. Zu den Lammkotellets gab es (außer dem gewohnten Gemüsehäufchen und Erdäpfeln) gebackene Reisteigtäschchen mit Roten Rüben – eine Wonne, in die zarten krossen Teigblätter über der herben Süße zu beißen. Das süße Dessert, eine Erdbeer-Panna-cotta, reichte da schon von der Idee nicht heran. Die Weinkarte vereinigt das Who is who der slowenischen Winzer und gängige Namen aus Europa und Übersee. Am Wochenende ist geschlossen, Montag bis Freitag sagt es sich leicht: Heut geh ich ins Maxim. Da wird ab Mittag durchgehend gekocht.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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