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GAULT MILLAU Österreich .


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JB Janez Bratovž

Der Inhaber des Restaurants JB, Herr Janez Bratovž, gilt als „Ikone“ der modernen slowenischen Küche. Das liegt an seinen Wanderjahren, die ihn auch nach Frankreich geführt haben. Das Jugendstil-Restaurant wartet mit hohen Räumen und holzgetäfelten Wänden auf, die erste nette Überraschung war ein Aperitif in Form eines dunklen Bieres, „Kratochwill“, aus einer nahen Privatbrauerei. Der Gruß aus der Küche bestand aus einer Messermuschel, die mit Olivenöl aus Slowenisch-Istrien verfeinert war. Bei der Vorspeise überzeugte der rohe Thunfisch aus der Adria in einer Algensauce mit Kirsche, Rhabarber und Wasabischnee. Das ebenfalls zur Vorspeise gereichte Carpaccio vom Schweinsohr mit Sonnenblumensauce, Kürbiskernöl und frischen Champignons versprach zwar viel, hielt den Erwartungen aber nicht stand. Beim nächsten Gang entschieden wir uns für Schnecken im Speck gebraten mit Brennnessel-Sauce, Kresse und Kräuterbutter verfeinert – harmonisch und fein kombiniert. Enttäuschend leider die Paprikasuppe mit Chili, viel milder als erwartet, keinerlei Chili-Feuer. Beim Hauptgericht entschieden wir uns für eine Taubenbrust mit Chicorée und Fisolenpüree, recht ordentlich, aber nicht wirklich umwerfend. Beim zweiten Hauptgericht, einem in Sauce gekochten Ochsenschlepp mit Kohl und Pasta, waren leider weder Kohl noch Pasta al dente. Dafür war das Fleisch butterzart, die mit etwas Honig versetzte Sauce bildete den Höhepunkt dieses Abends. Die umfassende Weinkarte verspricht zwar viel, wir benötigten aber vier Versuche, um das, was wir daraus bestellten, auch tatsächlich zu erhalten.

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