Hiša Franko
„Hiša Franko“ scheint von den slowenischen Gästen – im Gegensatz zu den sonstigen guten Restaurants – stark frequentiert zu werden. Obwohl von der Hauptstadt relativ weit entfernt und auch preislich recht anspruchsvoll. Doch die Reise lohnt sich, man nimmt inmitten einer bezaubernden Naturlandschaft Platz, mitten in der Wiese oder im stylishen Restaurant. Die Bedienung agiert äußerst aufmerksam, professionell und zuvorkommend. So viel zu den Rahmenbedingungen, jetzt zur Hauptsache. Als Vorspeise freuten wir uns über die abgeschmalzte „palenta“, eine lokale Polenta, mit heimischen Kräutern verfeinert, mit Topfen, Pancetta mit Spargel. Der Topfen war leicht und luftig, die Pancetta genau von der richtigen Sorte, die Polenta rustikal. Als Zwischengericht bestellten wir „Polja & Planine“, auf deutsch „Felder & Almen“: hiesige Pasta, Kümmel, Ragout vom Lamm, wilder Spargel und ein Eigelb. Die Pasta war zu hart, das Ragout hatte nichts Spannendes, Spargel und Kümmel kamen fast nicht zur Geltung. Als Hauptspeise folgte ein von Hand gehacktes Tatar vom Almrind, gewürzt mit Dashimi, dazu geschäumte Creme vom Sauerrahm und Cognac samt einem Strauß von Kräutern. Das Gericht versprach viel, hielt aber wenig. Das schön per Hand zerkleinerte rohe Fleisch wurde zu warm serviert und mit zu viel Eigelb gebunden. Zum Abschluss wurde die Kobarid-Arabija-Japonka, auf deutsch Kobarid-Arabien-Japan, probiert. Es kam ein Salat von frischen Erdbeeren, Waldblüten und Roter Rübe, dazu eine Creme aus weißer Schokolade und grünem Tee, Mate, und ein Eis vom Reis samt knuspriger Meringue von einer Gartenrose. Bei diesem Gericht passte bis auf die weiße Schokolade einfach alles, es bot einen würdigen Abschluss des Essens.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Kommentare werden geladen...