Za Gradom
Der Weg zu diesem Restaurant war diesmal etwas „steinig“ – eine Großbaustelle, selten geöffnet (nur abends ab 19 Uhr), keine Speise- und Weinkarte. Der Service, unter der Leitung des Eigentümers Darko Rodica, war aber nicht nur hochgradig motiviert, sondern auch kompetent. Daher entschlossen wir uns bei der Vorspeise für ein Haifischcarpaccio mit Trüffel und Eierschwammerln sowie Gamberi im Glas mit Melone, Zucchini, Cherrytomaten. Etwas eigentümlich war der Effekt, mit dem diese Speise serviert wurde: umhüllt von Dampf, der den ganzen Tisch einschloss. Nun ja, Geschmacksache. Die zweite Vorspeise, Gamberi in Lardo mit Polenta und insbesondere marinierte Gamberi mit getrockneten Eierschwammerln und einem ausgezeichneten Couscous war überzeugend. Als Zwischengerichte probierten wir Ravioli mit Seeigel mit Akazienhonigsauce, ebenfalls sehr gelungen. Hingegen überhaupt nicht gefallen haben die grünen Fusilli mit Eierschwammerln und Gamberi, die Pasta nicht al dente und viel zu viel Sauce. Als Hauptgericht hatten wir St. Petersfisch, in Pergamentpapier gehüllt und von Gemüse und Erdäpfeln begleitet, sah nicht nur sehr gut aus, sondern schmeckte auch so. Wie schon erwähnt, fehlte auch eine Weinkarte und die Weinauswahl war nicht wirklich interessant. Nachdem das Restaurant offensichtlich überwiegend von italienischen Gästen besucht wird, hoffen wir, dass Herr Rodica in Zukunft weniger auf „molekular“ gibt und mehr auf „Slow Food“.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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