Aranyszarvas
Das ehemalige Vorzeigerestaurant für Wildgerichte wechselte zum Glück nicht nur die Besitzer, sondern auch den Stil. Wie es das etwas freche, aber sehr originelle Design suggeriert, nahm auch die Küche eine moderne, spielerische Richtung ein. Küchenchef Antonio Fekete versucht, durch eigene, mittelmutige Kreationen zu überzeugen, und er tut einen guten Job dabei. Die Karte entspricht völlig der Saison, die Weinkarte enthält beinahe nur ungarische Weine, außer einigen Elementen aus dem Burgenland. Der erste Eindruck der Speisen ist gut und verheißungsvoll. Die Taubenbrust ist sowohl visuell als auch geschmacklich von Top-Qualität, die jungen Erbsen und der kräftige Jus bieten eine hervorragende Begleitung zum zarten Fleisch. Der Lammrücken ist wie aus dem Bilderbuch: außen angebraten, innen saftig und rosa, das Gemüse und die Pilze knackig, lediglich die Polenta (die ungarische Version heißt Puliszka) ist stark versalzen. Hochwertige Schokolade und Kirschen ergänzen sich fabelhaft im Dessert, durch geröstete Kakaostückchen und etwas Palinka verfeinert.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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