Mediteran
Das „Mediteran" ist kulinarisches Aushängeschild der Lifeclass-Hotelgruppe, die Portoroz touristisch beherrscht. Man speist im ersten Stock des Grand-Hotels, im eher nüchtern ausgestatteten Saal oder auf der Terrasse. Obwohl Hochsaison und Wochenende, waren nur drei Tische besetzt, Vorbeiflanierende kommen mangels Werbung anscheinend nicht auf die Idee, dass hier auch à la carte gekocht wird. Das Brotangebot ist klein und trocken zu essen, es gibt weder Butter noch Olivenöl dazu. Der geräucherte Thunfisch mit Mango-Emulsion kombinierte feine Fisch- und Fruchtaromen, das Cremerisotto mit grünem Spargel und Oktopus konnte aber gut verbergen, dass in der Küche angeblich ein Italiener das Sagen hat. Das Risotto war maximal Mittelklasse, die Krake ziemlich hart. Angenehm zart dagegen das Rindsfilet mit Rosmarin und geräuchertem Salz, exzellent auch der frische, kurz gebratene Thunfisch mit Fleur de Sel aus den nahen Salinen von Secovlje. Zum Abschluss überzeugte die herrlich locker-cremige Haustorte aus dem Café im Erdgeschoß und „La perversione al cioccolato“ – nichts Unanständiges, sondern auf gut Deutsch die „Schokoladenversuchung“. Der Service ist freundlich, aber betont langsam.
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