Amarantis Cosimo Zaccaria
Mino Zaccaria, ein Midas in der Wiener Gastronomie. Wo er auftaucht, wird es was. Das hat er vor allem im Procacci bewiesen, das brummt wie ein Ferrari-Motor. Im Amarantis ist er jetzt sein eigener Chef. Das Restaurant bringt architektonisch ein leichtes Eighties-Revival mit strenger Zurückhaltung bei den Farben und einem ironischen Yuppie-Chic. Schon perlt der Champagner im Glas. Der Blick in die Karte verrät: von Abzocke, wie man sie in der City immer wieder erlebt, keine Rede. In Anbetracht dessen, was hier serviert wird, kann man sogar von einem wirklich günstigen Restaurant reden, das aber das Zeug hat, in der oberen Liga mitzuspielen. Carpaccio vom Kalbskopf mit Paradeisern, Ravioli mit Krustentieren in einem leichten Fond mit Gemüse, Kalbsbeuscherl mit Meeresschnecken, Seeteufel, zubereitet wie ein Ossobuco, also mit einer traumhaft aromatischen, erfrischend zitronigen Sauce. Ein Dessert aus Erdbeeren und Rhabarber. Das gefällt, ist gut ausgedacht und umgesetzt, und wir prophezeien dem Patron und seiner Mannschaft einiges an Gästen und Arbeit für die nächste Zeit.
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
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