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GAULT MILLAU Österreich .


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st'ill

Die ehemalige Ill-Pforte heißt jetzt St’ill, und ganz still, ohne großen Medienrummel wurde dieses neue Lokal eröffnet. Denise Amann ist aus Wien heimgekehrt, und wohl noch nie zuvor wurde von ihr auf diesem Niveau gekocht – ist es die heimische Vorarlberger Luft, die den Blitzstart in den Haubenhimmel ermöglicht? Die Küche ist auf Regionalität bedacht und arbeitet in erfreulich unverkrampfter Kreativität gerne mit natürlich belassenen, oft nahezu vergessenen und überraschend zubereiteten Zutaten in unerwarteten Kombinationen. Während der Woche werden preiswerte Mittagsmenüs angeboten, samstags auch ein leicht gehobenes Marktmenü um 29 Euro. Die Speisekarte ist im Gegensatz zur weitläufigen österreichischen Weinkarte klein, was absolut in Ordnung geht, wenn dafür mit hoher Qualität entschädigt wird. Mutig werden Dinge angeboten wie zum Beispiel Fenchelblüten-Schweinswürstle auf Sesam-Grüne-Bohnen-Salat und Pfirsichsenf als Vorspeise oder als Hauptgericht faschierte Kalbslaibchen mit Taleggio-Fülle – perfekt und saftig medium gebraten – oder Eis von der Zitronen-Verbene zum Milchreistörtchen. Manches mag gewöhnungsbedürftig klingen, aber die Ausführung war durch die Bank sehr gut. Auch leicht angerösteter Spargel mit ebensolchem Rohschinken und ein enorm elegant abgestimmtes Kräuterrisotto bereiteten uneingeschränkt Freude – Hut ab vor dieser Leistung, und Haube auf!

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