Detailansicht 2013

2012
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2012.


Leicht wird es sicherlich nicht, in die Fußstapfen eines Didi Dorner zu treten, der hier kurz, aber beeindruckend am Werk war. Doch einerseits ist Dorners Nachfolger im schmucken Landhaus, Heinz Auer, nicht irgendwer, er hat sich vor einigen Jahren im Grazer Mod immerhin bereits zwei Hauben erkocht. Andererseits wurde das Preisniveau massiv gesenkt, „damit auch jene kommen, denen es früher zu teuer war“, wie Auer erklärt. Und tatsächlich, ein dreigängiges Gemüse-Menü, das aus gegrilltem Bergschafkäse im Zucchinimantel und getrockneten Paradeisern, wohlgelungenen Spinatknödeln mit geschmolzenem Dachsteiner (Käse) und einer Ribiseltartelette bestand, macht ihm zum Preis von ganzen zwölf Euro so einfach keiner nach. Bei manchem – Stichwort Ennstaler Lamm – könnte noch mehr Wert auf die Produktqualität gelegt werden, die Desserts (flaumig-leichte Heidelbeerdatschi mit Tonkabohnen-Parfait, Buttermilchmousse mit Waldbeerensauce) hingegen sahen nicht nur schön aus, sondern schmeckten auch bestens. Das Weinangebot und der freundliche, sehr aufmerksame Service lassen kaum Wünsche offen.

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Landhaus Schloss Stainach Heinz Auer

Wenn das Wetter mitmacht, dann sitzt der Gast unterm Sternenhimmel. Nur Regengeprassel kann die Stimmung ein wenig trüben, denn im Restaurant des Schlosses Stainach nehmen die Gäste in einem glasüberdachten Innenhof Platz. Rustikale bis elegante Atmosphäre, sehr gemütlich jedenfalls. Der noblen Landhausstimmung entspricht auch die Küche. Die Ausseer Räucherfischsulz war ein geschmeidiges Entree, die Vinaigrette und die Blattsalate verliehen dem Gericht eine besondere Frische. Guter Einstieg in ein üppiges Abendprogramm mit Filetsteak vom Almochsen mit Schwammerln und Kartoffelcrêpes. Gut abgelegenes, saftiges und optimal gebratenes Fleisch. Der Grundlseehecht in einer Erdäpfelröstikruste bot einen zart rustikalen Geschmack, das mediterrane Gemüse fügte sich harmonisch zum kompakten Fleisch des Fisches. Und das Wiener Schnitzel mit Petersilerdäpfeln ließ uns sogar jubeln. So kann Wiener Schnitzel tatsächlich schmecken. Dazu Preiselbeeren aus der Heimat, nicht aus dem Norden. Dann noch ein Dessert wie die Topfen-Erdbeer-Knödel, besonders flaumig und auf ein Nougat-Eistörtchen gesetzt – himmlisch.

Unweit des Schlosses Stainach trumpft das vor wenigen Jahren neu errichtete Landhaus mit ländlich-eleganten, besonders großen und komfortablen Zimmern, einer gemütlichen Bar und schönen Restaurant-Räumlichkeiten auf. Angenehm auch die riesigen Badezimmer, der helle, überdachte Innenhof und der üppige Sonntagsbrunch um nur € 19,–.

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