Mediterraneo
Alles spricht vom Luxusrestaurant Wine Vault, doch in dessen Schatten hat sich das Zweitrestaurant Mediterraneo mit einer geschmacksintensiven, duftig-südlichen Küche als eigenständige Genussadresse etabliert. Sehr spannend: Küchenchef Dean Premuzi? beschränkt „mediterran“ nicht auf Kroatien, sondern lässt den gesamten Mittelmeerraum einfließen. Etwa bei der afrikanisch gewürzten Hühnerbrust mit gegrilltem Spargel und Parmesan-Polenta oder einer mit marokkanischer Chermoula-Würze im Backpapier gegarten Goldbrasse in einem wunderbaren Sud aus Tomatensauce mit Kartoffeln und Zucchini. Herrlich ungekünstelt die ausgelösten Scampi mit mariniertem Salat. Die Ravioli mit Krebsfleisch in sämig-leichter Oberssauce schmeckten hervorragend, die dazu servierten ausdruckslosen Sommertrüffel wären entbehrlich gewesen. Ein schöner, wenn auch etwas üppiger Abschluss: Orangenpolenta mit Marillen an leichter Philadelphia-Creme. Unter „Großmutters Küche“ bietet die Karte außerdem typisch istrische Spezialitäten. Die exzellente Weinauswahl entspricht jener des Wine Vault, der Service ist ihm sogar eine Nasenlänge voraus.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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