In wunderschöner Lage am Fuschlsee kehrt man in einem großzügigen Wiesengarten oder in der gemütlich-ländlichen Restaurantstube mit Kachelofen ein. Zuvor wird man nach dem schon traditionellen Läuten an der Hausglocke vom Chef und Küchenchef persönlich empfangen und zum Tisch geleitet. Hier stürzt man sich dann über das hausgebackene, knusprige Jourgebäck: kleiner Leinsamenzopf, Salzstangerl, Semmel und Käseschnecke. Dazu gibt es Topfen- und Olivenaufstrich sowie Grammelschmalz. Als Amuse bouche wurde Tatar von der Lachsforelle mit Kaviar aufgetischt. Die Spargelcremesuppe überzeugte durch Konsistenz und Geschmack. Das Vitello tonnato kam in sehr eigenständiger Interpretation zu Tisch, mit etwas dick geschnittenen Vitelloscheiben, die Sauce hätte mehr Thunfisch vertragen. Als beliebter Klassiker gelten schon die Hechtnockerln, schön flaumig, locker und leicht. Dazu hausgemachte Nudeln al dente – wie es sich gehört, mit frischen Eierschwammerln, nicht zu groß und daher besonders geschmackvoll, und mit einer harmonischen Safransauce: eine gelungene, delikate Kombination. Als Tagesfang gab es die gebratene Renke im Ganzen, also nicht in den üblichen Filets, schön knusprig gebraten. Der Mohnauflauf mit Rhabarberragout bildete den harmonischen süßen Abschluss. Somit ist der Brunnwirt immer wieder einen kulinarischen Ausflug wert.
Brunnwirt Johannes und Gerti Brandstätter
Gerti und Johannes Brandstätter führen die Tradition des Hauses fort: kulinarische Kleinode mit Produkten aus der Region, vornehmlich des Sees vor der Haustür, aus Wald und Wiese sowieso erwarten den Gast in den ungeschönten, heimeligen Stuben, einen Gast, der vielleicht schon Fan der Küche von Johannes Brandstätters Mutter war. Das Haus gehört nämlich zu jenen im Salzkammergut, die schon seit einigen Generationen bestehen und davon gibt es ja, wie man weiß, nicht viele. Brandstätters Küchenlinie: Less is more. Also bestellten und genossen wir geräucherten Saibling mit Dillsenfsauce, ein zartes, mariniertes Kalbsfilet mit Paradeisern, Basilikum und Parmesan, gebratene Wachtel auf Curry-Risotto und ließen natürlich die Hechtnockerln mit Flusskrebsen, Roten Rüben und hausgemachten Nudeln nicht aus – ein Klassiker. Frische Beeren zum Nachtisch, perfekte Produkte. Der Charme des Hauses liegt auch im Detail, wie dem köstlichen hausgemachten Jourgebäck und der liebevoll gepflegten Tischkultur. Die wenigen Sommertage im Salzkammergut genießt man gerne im Garten mit Seeblick und Wiesengrün.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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