Immer wieder ist es eine Freude zu sehen, wie perfekt hier aufgedeckt ist. Alles blitzblank sauber und bis ins letzte Detail ordentlich. Man isst zwar in einem großen Hotelrestaurant, fühlt sich aber in den vielen Nischen doch recht geborgen. Als Amuse gueule wurden zweierlei Brotsorten serviert. Das Erdäpfelbrot war noch lauwarm, mit einer himmlisch knusprigen Kruste. Dazu italienisches Olivenöl (nach Art Veronelli), getrüffelte Salami, Paprikaaufstrich und Schmalz. Also sehr reichlich und abwechslungsreich. Die Essenz von der Ochsenschwanzsuppe schmeckte intensiv, als Einlage ein Türmchen Beef Tatar, fein gewürzt, und dazu Wachtelei in einer knusprigen Hülle: eine kreative und harmonische Komposition. Der Hummer (perfekte Qualität) war bissfest gekocht und mit Parmesan würzig überbacken. Die Schaumsuppe mit Zitronengras, Ingwer und Gambas hatte einen angenehm pikanten Geschmack. Dann Gemüse-Tatar (sehr klein geschnitten, pikant und bissfest) mit Zucchini-Erdäpfel-Rösti (gute Mischung, gut geröstet). Taglierini mit weißem Trüffelrahm, nudelig geschnittenem Kohlrabi und darauf einem pochierten Wachteldotter: Nudeln al dente, feine Komposition, gekonnt ausgeführt. Bei den altösterreichischen Desserts überzeugten die flaumigen Topfenknödel, Nussnudeln und Powidltascherln.
In allen Bereichen dieses Hauses merkt man, dass hier eine Perfektionistin in der Führung am Werk ist, die tagaus, tagein ein wachsames Auge auf alles hat. Die Atmosphäre ist bei all dem luxuriösen Komfort trotzdem familiär und persönlich. Vor allem das Angebot im Wellness-Schlössl könnte umfangreicher nicht sein, mit Ayurveda, Thalassotherapie, Yoga-Kursen, Lomi-Lomi-Nui-Massage, La-Stone-Therapie, Sole-Dome, sämtlichen Sauna-Varianten, Bade-Biotop, Gartenpool und vollem Beauty-Programm.
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
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