Obwohl es im Rauch-Hof unter anderem geräucherte Forellen vom hauseigenen Teich gibt, rührt der Name dieser Gastwirtschaft von den Betreibern, Karin und Willi Rauch, her. Wie auch immer, man ist selbst hier dem jüngsten kulinarischen Trend, Heimisches mit Asia-Touch zu kombinieren, gefolgt, worauf schon die schöne Orchidee in einer der beiden sonst eher rustikalen Gaststuben hinweist. Warum auch nicht, solange das Forellentatar mit Limetten-Zitronengras-Gelee köstlich schmeckt, die Strudelteig-Reis-Tascherln sehr gut zum Filet vom Milchkalb passen (bei dem sich neben zwei zart-mürben Stücken auch ein etwas härteres eingeschlichen hatte). Das Salbeiparfait wiederum erhielt mit Gewürzkaffee-Zimthonig eine harmonische Note. Es gibt aber auch Althergebrachtes wie Röhrlsalat mit Erdäpfeln oder gerösteten Fleck auf Knoblauch-Paradeis-Gemüse. Die glasweise Weinauswahl reicht bis zum Morillon von der Ried Zieregg, bloß einen guten Schilcher vermissten wir – immerhin befindet man sich inmitten des Anbaugebietes.
Rauch-Hof Willi Rauch
So frisch wird Spargel selten serviert. Kunststück, er wächst ja hinter dem Haus. Bissfest, mit Petersilerdäpfeln und einer zarten Hollandaise, so bekamen wir ihn hier. Es war ein Fest für den Gaumen. Als Vorspeise wurde geräucherte Forelle bestellt, auch sie wurde frisch zubereitet und bot einen unverwechselbaren, zart rauchigen, aber auch sehr würzigen Geschmack. Ein Fisch aus eigener Zucht. Beim Fisch blieben wir dann auch – die Forellenfilets mit Kürbiskernkruste und Paprika-Zucchini-Chutney überzeugten Augen und Geschmacksnerven. Die Weinempfehlungen des Rauch-Hof-Wirtes erwiesen sich als kompetent und passend. Das Ambiente harmoniert mit der kreativen Küche hervorragend.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Kommentare werden geladen...